Ein unvollständiger Rückblick
feministischer Kampftag
Am 8. März war feministischer Kampftag. Das ist kein Blumenfeiertag, sondern ein Tag des Widerstands. Der Tag entstand aus der sozialistischen Frauen- und Arbeiter*innenbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts. Aktivist*innen kämpften für Wahlrecht, bessere Arbeitsbedingungen und politische Teilhabe.
Heute richtet sich der Kampf gegen patriarchale Strukturen, die Menschen aufgrund von Geschlecht benachteiligen. Feminismus bedeutet nicht Männerhass, sondern Selbstbestimmung: Jede Person soll ihr Leben frei und sicher gestalten können.
Viele sprechen deshalb bewusst vom feministischen Kampftag statt vom „Weltfrauentag“. Rechte wurden erkämpft. Und sie müssen weiterhin verteidigt werden.
HOSIsters
Am 13. März begann es: Mit ihrer neuen Produktion „WinterNachtsMärchen. Ein Miss-you-cal“ entführten uns die HOSIsters in die zauberhafte Welt der Liebesgeister und ihrer irdischen Schützlinge. Die bittersüße Screwball war ein weiterer Erfolg in der mehr als 30-jährigen Geschichte unserer Showtruppe. Wir freuen uns schon auf die Saison 2027!
„Just a Moment“
Vom 5. bis 19. Mai 2026 wurde im Gugg die Fotoausstellung „Just a Moment“ von Petra Paul gezeigt. Die Ausstellung widmete sich dem Names Project Wien. Das Names Project Wien wurde 1992 von Friedl Nussbaumer und Brigitte Zika-Holoubek nach amerikanischem Vorbild gegründet und hat sich zur Aufgabe gestellt, Gedenktücher für Menschen herzustellen, die an den Folgen von AIDS gestorben sind. All das wurde im kürzlich erschienenen Film „Geschichten der Quilts“ festgehalten, der am 19. Mai im Gugg vorgeführt wurde.
Signierten Fotografien mit Szenen aus dem Film konnten gegen eine Spende zur Finanzierung der englischen Übersetzung des Films erworben werden. Die Spender*innen werden als Unterstützer*innen am Ende des Films namentlich genannt.
Helga-Pankratz-Fest
Am 25. April erinnerten wir uns erneut an Helga Pankratz in unserem, inzwischen jährlichen, Straßenfest in Margareten mit lesbischer* Sichtbarkeit durch Kunst, Community und Gemeinschaft.
Starke Stimmen aus der Community und der Politik, beeindruckende künstlerische Beiträge und engagierte Vereine an den Infoständen zeigten, wie vielfältig und lebendig LGBTIQ-Arbeit in Wien ist. Wir haben uns gefreut, den Bezirksvorsteher Michael Luxenberger auf der Bühne und am Platz begrüßen zu dürfen. Auch Silvia Jankovic, die maßgeblich an der Umbenennung des Platzes beteiligt war, hat heuer wieder einige Worte an uns gerichtet.
Zusammen haben wir den Tag bei der Afterparty im Gugg mit einem Karaoke ausklingen lassen, bei dem wir weiter für Sichtbarkeit von FLINTA*-Künstler*innen gesorgt haben.
Danke an alle, die ihr Wissen geteilt, Räume geöffnet und Gespräche möglich gemacht haben.
Transgender Day of Visibility
Am 31. März war der Sichtbarkeitstag für trans Personen. Zu diesem Anlass schauten wir uns in einem Resilienzworkshop an, wie wir mit Belastungen besser umgehen können. Mit dabei war die großartige Künstlerin Athene Atlas, die über ihr Leben als trans Frau sprach. Denn Solidarität und Widerstandsfähigkeit sind besonders wichtig im Kampf für Gleichberechtigung. Viele trans Personen fühlen sich das erste Mal bei sich angekommen, nachdem sie eine Transition gestartet haben und dadurch auch nach außen hin sichtbar wurden.
Erinnern heißt handeln

81 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen gedachten wir am 5. Mai im Parlament der Opfer des Nationalsozialismus. Besonders bewegend waren die Worte der Zeitzeugin Hedi Schnabl Argent, die vor den Nationalsozialisten fliehen musste. Ihre Geschichte zeigt, warum Erinnerung Verantwortung bedeutet – heute mehr denn je. Als HOSI Wien stehen wir mit unserem antifaschistischen Komitee für ein klares „Nie wieder“.
IDAHOBIT
Am 17. Mai war IDAHOBIT – der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie. Unsere Demo begann am Christian-Broda-Platz und führte über die Mariahilfer Straße zum Platz der Menschenrechte, wo dann eine Kundgebung stattfand. Wir gingen auf die Straße, um laut und sichtbar gegen Queerfeindlichkeit zu demonstrieren und für ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit zu kämpfen.
Lesekabarett

Interessante und auch lustige Einblicke gab es beim Lesekabarett am 28. April von Colin Hadler und seinem neuesten Buch „Firewatch“. Im Anschluss diskutierte er gemeinsam mit Filmemacher und Podcaster Gregor Schmidinger über queere Lebensrealitäten in Buch und Film. Im Anschluss konnte das Buch beim Büchertisch der Buchhandlung Löwenherz vom Autor signiert werden lassen.
und vieles mehr
Die HOSI Wien zeichnet sich durch ihre vielen aktiven Gruppen aus, die regelmäßige Events für die Community organisieren. Dazu zählen unter anderem unsere QYVIE Jugendgruppe, das LesBiFem-Team, das Queer Sports Collective, das Transgenderreferat und die vielen Ehrenamtlichen, die Events im Gugg organisieren. Und so hatten wir in den letzten Monaten Karaoke, Spieleabende, Pubquizzes, Workshops, Lauf- und Wanderevents, und vieles mehr.
All das findet man in unserem Kalender auf
https://hosiwien.at/events
