{"id":9745,"date":"2025-12-05T00:01:00","date_gmt":"2025-12-04T23:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/?p=9745"},"modified":"2025-12-02T22:35:52","modified_gmt":"2025-12-02T21:35:52","slug":"geschichten-der-quilts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/?p=9745","title":{"rendered":"Geschichten der Quilts"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Das Names Projects Wien wurde 1992 durch Friedl Nussbaumer und Brigitte Zika-Holoubek nach amerikanischem Vorbild gegr\u00fcndet, f\u00fcr das sie bis heute sehr engagiert sind. Die Idee, die Geschichten der&nbsp;Quilts, die Geschichten der an Aids verstorbenen Menschen und der Gestalter*innen der T\u00fccher, der sog. Panels, die zu einem Quilt zusammengen\u00e4ht wurden, filmisch festzuhalten, hatte Brigittes Partnerin Barbara Fr\u00f6hlich. F\u00fcr die filmische Umsetzung des No-Budget-Films konnte die multimediale K\u00fcnstlerin Petra Paul gewonnen werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Vor den aufgeh\u00e4ngten Quilts sprach Brigitte \u00fcber die einzelnen T\u00fccher, die Menschen und die verwendeten Komponenten darin: Wichtig war immer der Name des bzw. der Verstorbenen, meistens sind Geburt und Sterbejahr dabei, es tauchen aber auch immer wieder Symbole, wie der rosa Winkel, auf. Auch sehr pers\u00f6nliche Objekte wurden in den T\u00fcchern verarbeitet, seien es Kleidungsst\u00fccke, Stofftiere Fotografien bis hin zu von Michael Handl getragene Buttons. Es wurde gen\u00e4ht, gemalt und gestickt. Peter Holub hat damals seine Schneiderwerkstatt gratis zu Verf\u00fcgung gestellt, aber nicht nur die Werkstatt, sondern einfach alles, was gebraucht wurde \u2013 von den N\u00e4hmaschinen bis zum Faden. W\u00e4hrend Brigitte spricht, tauchen auch immer wieder historisches Filmmaterial und Fotografien aus der Entstehungszeit der T\u00fccher auf. Diese geben interessante und die Erz\u00e4hlung komplettierende Einblicke in die Werkstatt; gezeigt wird aber auch u. a. die erste Pr\u00e4sentation der Quilts in der Wiener UNO City am 1. Dezember 1992.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Friedl Nussbaumer kommt zu Wort, in historischem Filmmaterial, in dem er das Names Project Wien vorstellt und seinen ganz pers\u00f6nlichen Zugang zum Thema nach dem Tod seines Partners Michael Handl; er war aber auch bei aktuellen Dreharbeiten dabei und sprach \u00fcber das von ihm gefertigten Panel f\u00fcr Reinhardt Brandst\u00e4tter.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss schwenkt der Film nach Maria Gr\u00fcn im Wiener Prater, wo sich das Aids-Memorial befindet. Dort spricht Brigitte mit Pater Clemens Kriz, dem ersten offiziellen AIDS-Seelsorger \u00d6sterreichs und Initiator dieses Gedenkortes.<\/p>\n\n\n\n<p>Quasi als Bonusmaterial hat Petra Paul Worte von Dieter&nbsp;Schmutzer vor den Film gestellt; und nach dem Film gibt es noch einen Einblick in eine Diskussionsrunde mit Brigitte, Friedl, Kurt Krickler und \u2013 zur Bedeutung des Projekts f\u00fcr die j\u00fcngere Generation \u2013 Michi Redlich von der HOSI Wien. Denn, wie Friedl am Anfang des Films bei einer Infoveranstaltung in der HOSI, damals noch in der Novaragasse, festhielt: \u201eMein Grundgedanke war, das Names Project in der HOSI Wien aufzuziehen \u2026 Heute ist es so, dass die HOSI Teil des Names Projects ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film gibt nicht nur Einblicke in Lebensgeschichten, er zeigt auch den damaligen Umgang mit HIV und AIDS auf. Die im Film verwendete Musik stammt von Heidi Jaros, Ruzsa N. Lakatos und Familie sowie Julius Zechner. Petra Paul hat mit diesem Film ein sehr wichtiges und ber\u00fchrendes Zeitdokument geschaffen. Infos zum Names Projekt\u00a0Wien: <a href=\"https:\/\/namesproject.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/namesproject.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Names Projects Wien wurde 1992 durch Friedl Nussbaumer und Brigitte Zika-Holoubek nach amerikanischem Vorbild gegr\u00fcndet, f\u00fcr das sie bis heute sehr engagiert sind. Die Idee, die Geschichten der&nbsp;Quilts, die Geschichten der an Aids verstorbenen Menschen und der Gestalter*innen der T\u00fccher, der sog. 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