{"id":2528,"date":"2023-09-01T00:22:00","date_gmt":"2023-08-31T22:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/?p=2528"},"modified":"2023-09-01T00:18:23","modified_gmt":"2023-08-31T22:18:23","slug":"solidaritaetsprojekte-reichen-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/?p=2528","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4tsprojekte reichen nicht"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Queer Community nur mit T<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Im Oktober 2022 haben wir als Lesben*Rat ein Statement gegen Transfeindlichkeit ver\u00f6ffentlicht, das von \u00fcber 40 Organisationen und Personen aus der \u00f6sterreichischen LGBTIQ-Community unterst\u00fctzt wurde. Damals schrieben wir, dass wir die Spaltung der queeren Community durch transfeindliche Diskurse mit wachsender Fassungslosigkeit beobachten. Der Lesben*Rat, das ist ein Zusammenschluss von queeren Menschen aus verschiedenen Organisationen der LGBTIQ-Community. Die Mehrheit identifiziert sich als lesbisch und cis. Wir haben uns vorgenommen, unsere Solidarit\u00e4t mit trans Menschen nicht nur mit Worten auszudr\u00fccken, sondern denjenigen, die trans Personen ihr Existenzrecht absprechen, die B\u00fchne zu klauen und uns ihrem Hass und ihren Vorurteilen in den Weg zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders perfide an den transfeindlichen Diskurstreibenden ist, dass sie sich so gern rechter und faschistischer Logik inklusive der passenden Wortwahl bedienen. Und dieses Zusammenspiel von Queerfeindlichkeit und Rechtsextremismus richtet sich nicht nur gegen trans Personen. Erst Mitte August haben wir zu einer Kundgebung vor der italienischen Botschaft aufgerufen, weil die faschistoide Regierung von Giorgia Meloni lesbische M\u00fctter aus den Geburtsurkunden ihrer Kinder streichen l\u00e4sst, wenn sie das Kind nicht geboren haben. Auch in Italien zeigt sich, wie leicht sich Faschismus und Queerfeindlichkeit verschwistern. Wenn sie gegen eine Gruppe unserer Community agieren, greifen sie uns alle an!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Ziel muss deshalb sein, die Solidarit\u00e4t innerhalb der LGBTIQ-Community zu st\u00e4rken. Genauso wie schwule M\u00e4nner, trans Personen, kinderlose Queers in Solidarit\u00e4t mit lesbischen M\u00fcttern in Italien auf die Stra\u00dfe gegangen sind, m\u00fcssen cis Personen, und insbesondere queere cis Personen, ihre Solidarit\u00e4t mit trans Personen laut und deutlich machen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb haben wir begonnen, Veranstaltungen zu organisieren, bei denen wir uns einerseits klar zu transinklusivem Feminismus bekennen und andererseits Diskussionsr\u00e4ume \u00f6ffnen, in denen cis Personen, insbesondere Frauen, Fragen stellen und sich mit trans Themen auseinandersetzen k\u00f6nnen, um zu einer ehrlichen Haltung der Solidarit\u00e4t zu gelangen. Wir glauben, dass es Orte braucht, wo Fragen gestellt werden k\u00f6nnen, aber auch ein Interesse daran braucht, die Antworten von Betroffenen auch zu h\u00f6ren. Wir wollen nicht nur belehren, wir wollen Menschen ermutigen, ihre solidarische Haltung selbst zu finden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Begonnen haben wir mit einer Filmvorf\u00fchrung von \u201cFemale to WTF\u201c und am Lesbischen Sichtbarkeitstag gab es eine Lesung mit Diskussion aus \u201eDetransition, Baby\u201c von Torrey Peters im Parlament. Dass es Feminismus f\u00fcr uns nur mit T gibt, also #FwiththeT, und dass wir \u201esogar\u201c den Lesbischen Sichtbarkeitstag f\u00fcr transinklusiven Feminismus nutzten (als k\u00f6nnten trans Frauen keine Lesben sein) provoziert auch.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Herbst wird es neben einer weiteren Filmvorf\u00fchrung und einer Diskussionsveranstaltung zur Transition auch eine Ausstellung zum Thema \u201etrans joy\u201c geben. Durch die verschiedenen Formate wollen wir gemeinsam mit der lesbischen, der queeren Community und allen anderen Verb\u00fcndeten transinklusive Banden bilden. Hoffentlich finden auch viele Menschen, die unsicher sind, sich nicht sprachf\u00e4hig f\u00fchlen und Fragen haben, den Weg zu uns. Vor allem wollen wir R\u00e4ume schaffen, in denen wir respektvoll miteinander diskutieren, uns austauschen und best\u00e4rken k\u00f6nnen. Dies gilt also auch als Einladung zu Gespr\u00e4chen, um sich weiterzubilden und offene Fragen zu kl\u00e4ren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir stehen f\u00fcr eine inklusive LGBTIQ-Community, in der der Kampf um Rechte und Akzeptanz erst beendet ist, wenn alle Mitglieder unserer Community alle Rechte genie\u00dfen und in der gesamten Gesellschaft akzeptiert sind. Zeigen wir, dass wir unsere trans Geschwister nicht allein lassen. Wir lassen uns nicht spalten \u2013 weder von au\u00dfen noch von innen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Queer Community nur mit T Im Oktober 2022 haben wir als Lesben*Rat ein Statement gegen Transfeindlichkeit ver\u00f6ffentlicht, das von \u00fcber 40 Organisationen und Personen aus der \u00f6sterreichischen LGBTIQ-Community unterst\u00fctzt wurde. Damals schrieben wir, dass wir die Spaltung der queeren Community durch transfeindliche Diskurse mit wachsender Fassungslosigkeit beobachten. 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