{"id":1919,"date":"2022-06-03T00:13:00","date_gmt":"2022-06-02T22:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/?p=1919"},"modified":"2022-05-25T23:14:03","modified_gmt":"2022-05-25T21:14:03","slug":"interpride","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/?p=1919","title":{"rendered":"Inter*Pride"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">In ihrem im Mai beim Verlag w_orten &amp; meer erschienenen Buch \u201eInter*Pride \u2013 Perspektiven aus einer weltweiten Menschenrechtsbewegung\u201c errichten die Herausgeber*innen Paul Haller, Luan Pertl und Tinou Ponzer ein Panoptikum in dem gezeigt wird, was die Inter*-Community schon alles erreicht hat, und worauf sie stolz sein kann. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Proud to be intersex<\/h3>\n\n\n\n<p>\u2013 diesen Anspruch stellte Hida Viloria, fr\u00fchere*r Vorsitzende*r der Organisation Intersex International, in einem Interview mit Paul Haller und Bettina Enzenhofer (https:\/\/anschlaege.at\/yeah-interpride\/) im Rahmen der zweiten Intersex Konferenz in \u00d6sterreich 2015. \u201eDas ist ja auch ein sehr schwieriges Thema f\u00fcr inter* Menschen, stolz sein auf unseren K\u00f6rper, stolz sein auf sich. Das ist f\u00fcr viele schwierig, weil uns ja ein Leben lang das genaue Gegenteil eingetrichtert wird, und sogar unsere K\u00f6rper operiert werden.\u201c, erkl\u00e4rt Luan Pertl. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie komplex dieses Thema auch f\u00fcr die Community ist, zeigte sich in der Aufbereitung der Beitr\u00e4ge. Tinou Ponzer: \u201eWir haben immer mitbedacht, welche Begriffe kommen vielleicht bei den Leser*innen schwieriger an? Es geht ja auch um Realit\u00e4ten, die mit Gewalt zu tun haben, mit gesellschaftlichem Druck, Diskriminierung, Traumata. Achtsam in die Vermittlung zu gehen war daher ein wichtiger Aspekt: Wie markieren wir manche Begriffe, was schreiben wir f\u00fcr eine Triggerwarnung hinein?\u201c Mit gleicher Sorgfalt ging das Team an die \u00dcbersetzungen der internationalen Beitr\u00e4ge heran: \u201eWir haben uns intensiv darum gek\u00fcmmert, dass die Sprache wirklich auch ganz dem entspricht, wie es die Leute tats\u00e4chlich ausdr\u00fccken wollten. Das ist eine gro\u00dfe Herausforderung gewesen, weil es zu vielen Begrifflichkeiten zu Geschlechtervielfalt und Intergeschlechtlichkeit einfach zu wenig \u00dcbersetzungspraxis und -kompetenz existiert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eInter*Pride\u201c ist nicht nur ein Sachbuch, sondern soll die ganzen Dimensionen erfassen, um die es bei intergeschlechtlichen Realit\u00e4ten geht. Die Beitr\u00e4ge der mehr als 30 Mitwirkenden geben neben dem Themenblock Inter*-Aktivismus in \u00d6sterreich, der auch die Geschichte und die rechtliche Situation behandelt, ebenso Einblicke in den europ\u00e4ischen und internationalen Kontext. Inter* Personen machen auf der ganzen Welt spezifische soziale und medizinische Erfahrungen. \u201eInter*Pride\u201c m\u00f6chte Antworten geben, gegen den normierenden Druck, die Tabuisierung und Pathologisierung. Die Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und Best\u00e4rkung von intergeschlechtlichen Menschen stehen dabei klar im Vordergrund.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ganz viel Community<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach ganz vielen Interviews mit inter* Personen, Inter*-Aktivist*innen, aber auch Verb\u00fcndeten, wird das Buch mit Biografien und k\u00fcnstlerischen Beitr\u00e4gen abgerundet. \u201eCommunity ist ein Thema, das bei fast allen vorkommt; das finde ich auch sch\u00f6n, wenn man dar\u00fcber spricht. Das Thema Pride ist sehr stark verkn\u00fcpft mit der Erfahrung, dass alle irgendwann eine Community gesucht oder gefunden haben.\u201c, bemerkt Tinou. Und so entstand auch dieses Buch als Zusammenarbeit von VIM\u00d6 (Verein Intergeschlechtlicher Menschen \u00d6sterreich), PI\u00d6 (Plattform Intersex \u00d6sterreich) und HOSI Salzburg. Das Buch kann direkt beim Verlag oder auch bei VIM\u00d6 bestellt werden, und findet sich nat\u00fcrlich auch im gut sortierten Buchhandel. Zus\u00e4tzlich gibt es laufend Events und Buchpr\u00e4sentation, die aktuellen Termine finden sicher immer auf <a href=\"http:\/\/www.vimoe.at\" data-type=\"URL\" data-id=\"www.vimoe.at\">www.vimoe.at<\/a> und auf Social Media.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Vielen Dank an Luan Pertl und Tinou Ponzer f\u00fcr das Gespr\u00e4ch<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Termine<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wien 7.6.  \u2013 19:30 Uhr: Buchhandlung L\u00f6wenherz (Berggasse 8, 1090 Wien), in Kooperation mit Vienna Pride<\/li><li>Salzburg 8.6.  \u2013 18 Uhr: gemeinsam mit der Ausstellung \u201eBeautiful Freaks\u201c von Alex J\u00fcrgen* im Shakespeare Salzburg (Hubert Sattler Gasse 3, 5020 Salzburg)<\/li><li>Linz 24.6.  \u2013 21:30 Uhr: in der Stadtwerkstatt (Kirchengasse 4, 4040 Linz) <\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrem im Mai beim Verlag w_orten &amp; meer erschienenen Buch \u201eInter*Pride \u2013 Perspektiven aus einer weltweiten Menschenrechtsbewegung\u201c errichten die Herausgeber*innen Paul Haller, Luan Pertl und Tinou Ponzer ein Panoptikum in dem gezeigt wird, was die Inter*-Community schon alles erreicht hat, und worauf sie stolz sein kann. 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