{"id":1581,"date":"2021-12-03T01:01:51","date_gmt":"2021-12-03T00:01:51","guid":{"rendered":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/?p=1581"},"modified":"2021-12-03T01:21:33","modified_gmt":"2021-12-03T00:21:33","slug":"frauenlesben-laufen-fuer-akzeptanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/?p=1581","title":{"rendered":"Frauen*Lesben laufen f\u00fcr Akzeptanz"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">LGBTIQ*-Szene l\u00e4uft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">\u201eDer Laufsport hat mich mutig und stark gemacht, das w\u00fcnsche ich allen M\u00e4dchen und Frauen\u201c, sagt Ilse Dippmann, die Gr\u00fcnderin und Organisatorin des ASICS \u00d6sterreichischen Frauenlaufs, der im Oktober 2021 bereits zum 33ten Mal in Wien stattgefunden hat. Im Zeichen der Sichtbarmachung von Frauen wurde Dippmann sie Anfang September diesenJahres mit dem Wiener Frauenpreis in der Kategorie Sport ausgezeichnet. Nicht nur bei den verschiedenen Ballsportarten, wie Basketball, Volleyball und Fu\u00dfball, sondern auch beim Laufsport, egal ob F\u00fcnf- oder Zehn-Kilometerlauf, sind Frauen*\u00adLesben sportlich aktiv, virtuell und bis zur Goldmedaille laufen sie. Unter dem Motto: \u201eRun for Acceptance\u201c, also Laufen f\u00fcr Akzeptanz, findet seit dem Jahr 2018 die Laufsportveranstaltung Pride Run Vienna mit mehr als tausend queeren L\u00e4ufer*innen in Wien statt. Das Besondere daran ist, gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Seit dem Beginn des Jahres 2020, mit dem sogenannten Zeitalter Corona, hat sich die Wertigkeit des Laufsports gesteigert. Immer mehr erleben den Laufsport als eine befreiende Aktivit\u00e4t, um in Lockdown-Zeiten trotzdem individuell sportlich aktiv zu bleiben. Heuer haben die Veranstalter*innen aus Gr\u00fcnden des Gesundheitsschutzes den dritten Pride Run Vienna virtuell neu organisiert. Dabei wurden Starterbags an die Teilnehmer*innen per Post zugeschickt, die nach dem Lauf von f\u00fcnf oder zehn Kilometer ihre Laufzeit online problemlos hochladen konnten, was auch organisatorisch sehr gut funktioniert hat, sagt Nina Lederer, eine der vielen Hobbyl\u00e4ufer*innen beim Virtual Pride Run 2021. Allerdings hoffe sie dennoch, dass Corona bald nicht mehr ein so gro\u00dfes Problem darstellt. Denn die anderen L\u00e4ufer*innen haben ihr schon sehr gefehlt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lambdanachrichten.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Nina-Lederer.jpg\" alt=\"Nina Lederer\" class=\"wp-image-1583\" width=\"176\" height=\"403\" srcset=\"https:\/\/lambdanachrichten.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Nina-Lederer.jpg 352w, https:\/\/lambdanachrichten.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Nina-Lederer-131x300.jpg 131w, https:\/\/lambdanachrichten.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Nina-Lederer-66x150.jpg 66w\" sizes=\"auto, (max-width: 176px) 100vw, 176px\" \/><figcaption>Nina Lederer<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die 40-j\u00e4hrige Nina Lederer ist aktiv beim Frauen*Lesben-Basketballsport und l\u00e4uft seit dem Jahr 2019 beim Pride Run Vienna mit. Es sei eine sch\u00f6ne Gelegenheit auf sportliche Weise sichtbar zu sein. Sie sehe dabei das gemeinsame Laufen, Schwitzen und Durchhalten als etwas sehr Verbindendes, sagt Lederer. Bereits in fr\u00fcheren Jahren sei sie schon bei anderen Laufveranstaltungen, zum Beispiel beim Silvesterlauf im Jahr 2017 rund um den Wiener Ring oder am Vorabend des Vienna City Marathon im Jahr 2018, zehn Kilometer mitgelaufen. Die hauptberufliche \u00c4rztin sieht sich mehr als Hobbyl\u00e4uferin, da sie phasenweise keine Zeit f\u00fcr ihr regelm\u00e4\u00dfiges professionelles Lauftraining findet. F\u00fcr den Pride Run Vienna sei sie stets ausreichend gut motiviert, weil sie sich gut f\u00fchle, mit den vielen L\u00e4ufer*innen der LGBTIQ*-Szene in den Pride-Trikots gemeinsam gegen Diskriminierung auf der Stra\u00dfe zu laufen. Auch beim Virtual Pride Run 2021 war die Hobbyl\u00e4uferin mit dabei. \u201eEs ist aber gewohnheitsbed\u00fcrftig, weil beim virtuellen Laufen das Gemeinsame als Veranstaltungscharakter wegf\u00e4llt\u201c, sagt sie. Aber zur Zeit ist der Virtual Pride Run eine gute Alternative und mehr L\u00e4ufer*innen k\u00f6nnen von \u00fcberall ohne Anreise mitlaufen. Infolge ist sie gemeinsam mit drei weiteren L\u00e4uferinnen rund um den Auer-Welsbach-Park gelaufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letztlich hat Magdalena Bachler-Nagele (Jahrgang 1987) beim Virtual Pride Run 2021 in der Kategorie Frauen f\u00fcnf Kilometer den ersten Platz in der Zeit von 21:53 Minuten erlaufen. Beim Zehn-Kilometer-Lauf hat Bernadette Michlmayr (Jahrgang 1990) in der Zeit von 49:24 Minuten den ersten Platz erreicht. Nina Lederer hat den 56-ten Platz in der Kategorie der Frauen f\u00fcnf Kilometer erlaufen. Mit ihrer Laufleistung von 33:35 Minuten sei sie dennoch zufrieden, da sie bei ihrem Lauftraining etwas Probleme hatte, ihre Kondition wieder fit zu machen. Schlie\u00dflich sei es auch nicht so einfach aus der Komfortzone w\u00e4hrend des Corona-Lockdowns ohne ihren sonstigen sportlichen Aktivit\u00e4ten beim Basketball- oder Tennissport wieder herauszukommen, sagt Lederer. Jedoch wichtiger, als eine gute Laufzeit zu erzielen, sei ihr vorerst die Dauer des Laufens zu erh\u00f6hen. F\u00fcr Lederer sei aber auch das politische Anliegen bei dieser Laufsportveranstaltung das Besondere. Der Pride Run geh\u00f6re daher auch zu ihren sogenannten Festtagen. Sie setzt damit ein politisches Zeichen, um immer wieder aufzuzeigen, was viele Vork\u00e4mpfer*innen bereits erm\u00f6glicht haben, nicht nur in Clubs, Beisln oder auf Partys, sondern auch im Alltag, auf den Stra\u00dfen und beim Sport lesbisch sichtbar zu sein. Schlie\u00dflich werde sie im n\u00e4chsten Jahr 2022 beim Vienna Pride Run wieder mitlaufen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lambdanachrichten.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Erika-Patrikainen.jpg\" alt=\"Erika Patrikainen\" class=\"wp-image-1584\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/lambdanachrichten.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Erika-Patrikainen.jpg 1024w, https:\/\/lambdanachrichten.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Erika-Patrikainen-300x225.jpg 300w, https:\/\/lambdanachrichten.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Erika-Patrikainen-150x113.jpg 150w, https:\/\/lambdanachrichten.at\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Erika-Patrikainen-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><figcaption>Erika Patrikainen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Monate sp\u00e4ter in diesem Jahr haben auch die EuroGames in Kopenhagen wieder stattgefunden, wie bereits schon in der letzten Ausgabe der Lambda (03\/2021) berichtet. Jedoch nicht nur in den dort vorgestellten Sportarten Fu\u00dfball und Tanzen, sondern auch im Laufsport waren die Frauen*Lesben aktiv dabei: Viele internationale lesbische L\u00e4ufer*innen aus Deutschland, D\u00e4nemark, Finnland, Frankreich, Niederlande, Ungarn und der Schweiz haben teilgenommen. Erika Patrikainen aus Finnland hat in der nicht-bin\u00e4re Kategorie bei den EuroGames 2021 teilgenommen, um zu erleben, wie es sich anf\u00fchle. Patrikainen habe sich weder mit weiblichen noch mit m\u00e4nnlichen Geschlechtskategorien so stark verbunden gef\u00fchlt. Seit dem Jahr 2008 habe sie bereits an den Aktivit\u00e4ten der European Gay &amp; Lesbian Sport Federation, abgek\u00fcrzt EGLSF, und sp\u00e4ter auch als Vertreterin von H.O.T, einem finnischen Sportverein, bei der Jahresversammlung der EGLSF teilgenommen. Im Jahr 2016 hatte sie als gastgebende Co-Pr\u00e4sidentin die EuroGames in Helsinki organisiert, infolge kandidierte sie f\u00fcr den Vorstand der EGLSF. Zur Zeit leitet Patrikainen als Generalsekret\u00e4rin die EuroGames und genie\u00dft es sehr, ein Teil dieser internationalen Gemeinschaft zu sein. Bei ihrer Arbeit bei der Organisation EGLSF wie auch andere freiwillige Organisationen zu koordinieren brauche sie vor allem menschliche Interaktionsf\u00e4higkeiten, sagt sie, egal wie gut organisiert ihr Board intern sei, aber es werde ihr dabei nie langweilig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Jahr 2021 war auch in Finnland sportlich au\u00dfergew\u00f6hnlich. Patrikainen ist eigentlich regul\u00e4re Spielerin beim Unihockey, was sie im Jahr 2021 wegen den Corona-Lockdown-Regeln nicht wirklich aus\u00fcben konnte. Infolge hat sie ein Online-Lauftrainingsprogramm gestartet, aber um auch danach weiterhin motiviert zu bleiben, hat sie am Zehn-Kilometer-Lauf bei den EuroGames in Kopenhagen teilgenommen. Sie habe w\u00e4hrend ihres Laufs gel\u00e4chelt, weil die Menschen, die den Weg weisen, die ganze Zeit jubelten und wegen der mitgebrachten Musik konnten die L\u00e4ufer*innen nur tanzend an den Zuseher*innen, die mitfeierten, vorbeilaufen. Schlie\u00dflich hat Patrikainen ihre Gold-Medaille mit den Worten, sie sei die einzige der nicht-bin\u00e4ren Teilnehmer*innen, die zum Zehn-Kilometer-Lauf erschienen ist, erhalten. Sie habe sich \u00fcber ihre Gold-Medaille genauso gefreut, wie auch den Wettkampf gegen andere nicht wirklich verpasst zu haben, sagt die 41j\u00e4hrige L\u00e4ufer*in. Last but not least sieht sie es als eine herausfordernde Aufgabe, um den Sport inklusiver zu machen, daran weiterzuarbeiten. Voll Freude und Begeisterung plane sie auch an den EuroGames 2022 in Nijmegen, in den Niederlanden, wieder mitzulaufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGBTIQ*-Szene l\u00e4uft \u201eDer Laufsport hat mich mutig und stark gemacht, das w\u00fcnsche ich allen M\u00e4dchen und Frauen\u201c, sagt Ilse Dippmann, die Gr\u00fcnderin und Organisatorin des ASICS \u00d6sterreichischen Frauenlaufs, der im Oktober 2021 bereits zum 33ten Mal in Wien stattgefunden hat. Im Zeichen der Sichtbarmachung von Frauen wurde Dippmann sie Anfang September diesenJahres mit dem Wiener [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":21,"featured_media":1585,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[84],"class_list":["post-1581","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-sport","tag-lambda-185"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1581","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/21"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1581"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1581\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1586,"href":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1581\/revisions\/1586"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1585"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1581"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1581"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lambdanachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1581"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}