LAMBDA-Nachrichten Nr. 103

Just Relax

Heimelige Oase in der kalten Jahreszeit

In den orientalischen Hammams reibt der Bademeister den ganzen Körper des Gastes mit duftender Olivenölseife ein, wobei er die Haut massiert und zwischendurch immer wieder mit warmem Wasser begießt. Wer indes nicht zu den Glücklichen zählt, ein Hammam in seiner Nähe zu haben, kann auch sein Badezimmer in eine duftende Oase der Entspannung verwandeln! Mit wohlriechenden Badezusätzen, pflegenden Ölen und viel Ruhe kann man sich selber ein Märchen aus tausendundeiner Nacht schaffen.

Eine Badente auf einem weißen Handtuch

Das Kleopatrabad

Es gibt unzählige ätherische Öle mit den unterschiedlichsten Wirkungsweisen, die man sich beim Kauf erklären lassen sollte. Das luxuriöse Rosenöl zum Beispiel wirkt besänftigend. Melisse, Baldrian und Lavendel beruhigen Geist und Körper. Rosmarin entspannt und fördert die Durchblutung. Wichtig dabei ist, nur hochwertige, reine Öle zu verwenden. Fünf bis zehn Tropfen des ätherischen Öls – je nach gewünschter Intensität – werden mit drei bis vier Esslöffeln Honig, einem Becher Schlagobers und fünf Esslöffeln Olivenöl vermengt, und diese Mischung wird dann ins Badewasser gegossen. Die Zusätze ermöglichen es, dass sich Öl und Wasser gleichmäßig vermischen.

Man sollte sich Olivenölseife gönnen und sich mit einem Luffahandschuh oder Massageschwamm die Haut massieren. Vor dem Verlassen der Badewanne sollte ein kühler Guss mit dem Brauseschlauch erfolgen – das stabilisiert den Kreislauf.

Nach diesem Luxusbad sollte man sich aber auf keinen Fall mit dem Handtuch wie gewohnt abtrocknen, sondern sich höchstens damit abtupfen, damit die Mischung auch nach dem Bad in die Haut einziehen kann. Danach: rein in den Bademantel und ab ins süße Vor-sich-Hinträumen! Mindestens eine halbe Stunde sollte man sich gemütlich hinlegen, die angenehme Wärme im Körper spüren, vielleicht etwas entspannende Musik hören und den Alltag vergessen. Ein Gläschen Rotwein und Teelichter tragen das Restliche zur optimalen Entspannung bei.

Reinigung vor oder während des Bades

Die hohe Luftfeuchtigkeit beim Baden unterstützt die Wirkung der Öle und ihrer Substanzen enorm. Für die Reinigung vor oder während des Bades sind Gesichtsmasken optimal. Zum Vorreinigen nimmt man eine Kartoffel, schneidet diese in der Mitte durch und reibt sich das Gesicht damit ein. Nach ca. zehn Minuten wird mit Mineralwasser abgespült. Die Stärke in der Kartoffel wirkt wahre Wunder.

Und wie wäre es danach mit einer orientalischen Gesichtsmaske? Dazu nimmt man eine halbe Avocado, zerdrückt diese und gibt vier Kaffeelöffel Mandelöl und 6 Esslöffel Schlagobers dazu. Dabei ist darauf zu achten, dass diese Mischung nicht zu flüssig ist. Dann trägt man die cremige Packung aufs Gesicht auf, wobei man Augen- und Mundpartie ausspart. Nach ca. 15 Minuten wird die Maske mit viel lauwarmem Wasser abgespült.

Vorsichtsmaßnahmen

Damit das Badevergnügen keine Belastung für den Körper ist, sollten folgende Grundsätze beachtet werden: 20 Minuten im warmen Wasser sind genug. Die Temperatur sollte dabei nicht zu hoch sein. 37° C entspannen den Körper, kühleres Wasser erfrischt. Zu heißes Badewasser belastet Haut und Kreislauf unnötig. Durch zu häufige Bäder können sich vor allem Krampfadern und Besenreiser verschlimmern. Vorsicht ist für AllergikerInnen geboten: Manche der hoch konzentrierten ätherischen Öle können Irritationen hervorrufen. Doch auch in solch einem Fall kann man mit Apothekenpräparaten das Badevergnügen genießen. Viele handelsübliche Badezusätze enthalten Tenside, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, die der Haut nur selten schmeicheln.

Besonders in der kalten Jahreszeit sollte man auf seine Haut achten und ihr viel Feuchtigkeit geben, wobei man die Kraft natürlicher Badezusätze nutzen sollte.

Portraitfoto
THOMAS SPAL