LAMBDA-Nachrichten Nr. 102

LN-Echo

Super, die LN sehen nach ihrem Relaunch aus wie ein Magazin der bulgarischen Gewerkschaftsjugend aus den frühen 1980ern. Hut ab vor so viel trotzigem Mut zur konsequenten Rückwärtsgewandtheit! Aber weshalb dann diese jähe Einlassung auf die Modetorheit der – an den Schulen gerade erst vor acht Jahren eingeführten – reformierten Rechtschreibung?

Wenn ich das durchschnittliche Lebensalter der LN-Gemeinde richtig einschätze, hätte man ihr mit dem Umstieg auf eine um vier Punkt größere Grundschrift zweifellos mehr Freude bereiten können als mit dem Formatwechsel, weil sich die Einsicht in die Mühsal der Lektüre dann nicht schon a priori erschlösse. Wann liegt die Lesebrille schon dort, wo man sie sucht? – Auf die nächsten 100!

Roland Kronigl, Wien